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 SY "BUDLUP"

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 Baboon Island:
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Baboon Island

Ganz moderat erwischen wir 8:00 Uhr auflaufendes Wasser. Die Gezeit hat hier bereits eine Verspätung von 9 Std. 30 Min. gegenüber Banjul, und noch etwas mehr wie 30 sm sind es bis Georgetown. Die Gegend begeistert uns sehr, wir können uns kaum satt sehen, aber es ist auch nicht ratsam, denn die Navigation fordert von uns volle Konzentration. In dieser Gegend fahren wir immer öfter über wenig Wasser und die Sandbänke schieben sich teilweise weit in den Fluss hinein.

He, was ist das Schwarze da im Wasser? Unweit des Dorfes am Ende von Deer Island sehen wir unsere ersten beiden Flusspferde, also eigentlich nur den obersten Teil ihres Kopfes. Genauer gesagt nur Ohren, Augen und Naselöcher und trotzdem sind wir entzückt auf eigenem Kiel da angelangt zu sein, wo man Flusspferde in freier Natur antreffen kann. Keine Frage, das kann man nur in Afrika und hierher zu kommen hat sich für uns gelohnt! Eine unverständliche Frage drängt sich mir auf, wie kann man bis nach Westafrika, sprich <Oyster  Creek> reisen ohne diesen Fluss zu erfahren? Oder sogar, wie kann man diese Ecke links liegen lassen und direkt nach Brasilien Segeln? Rein rhetorische Fragen, die einem hier oben, wenn man so was erlebt einfach in den Sinn kommen.

In Kuntauer sieht man nahe am Fluss ganz eindrückliche, halbzerfallene Zeugen der Kolonialzeit. Denkmähler aus einer Zeit, als das Befahren des Gambia keine Expedition war, sondern die einzige Möglichkeit mit diesen Handelsstationen zu verkehren. Es war auch der einzige Weg die Erzeugnisse der Herrschaftlichen Ländereien und die Sklaven auf die Märkte dieser Welt zu transportieren. In Kudang sind wir einem Schubverband begegnet, der heute solche Aufgaben aber ausschliesslich mit Agrarprodukten wie Erdnüsse und Reis übernimmt.

Keine 3 sm später, auf halber Höhe von Baboon Island, wieder bei einer kleinen Vogelinsel sichten wir eine weitere grosse Flusspferdgruppe! Mindestens zwei von denen sind eindrucksvolle Bullen, die auch ab und zu mal das Maul weit aufreissen. Aber sie sind alle sehr scheu und bevor man auf guter Fotodistanz ist tauchen sie ab, und da unten können sie auch für sehr lange Zeit bleiben!

Nach 5 Tagen und180sm sind wir in Georgetown eingetroffen und wegen einer neu verlegten Starkstromleitung über dem Fluss (Durchfahrtshöhe 15m) war dort Endstation für uns.

 

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