Compass

 SY "BUDLUP"

                                     HBY3891 - MMSI 269432000


 Einreise:
Hauptseite:

 

Einreise

Am 15. August verliessen wir die Marigots des Saloumdeltas und wechselten vom Senegal in den Flussstaat Gambia. Noch eine knifflige Ausfahrt! Zwischen zwei, nebeneinander liegenden und schräg zur Bandiala Flussrichtung verlaufende Riffs gilt es den Weg hinaus  in den Gambiariver zu finden. Aber einmal mehr täuschte, was auf der Karte gefährlich eng aussieht, ist in Wirklichkeit weit und breit genug. Die Überquerung der Gambiaflussmündung  dauert  zirka 5 Std. Mit Banjul vor den Augen und mit mässigem Hochseeverkehr eine kurzweilige Angelegenheit.

Die Regeln der Einklarierung sind klar: Vor der Port Authority ankern, mit dem Dingi an der Pier anlegen, beim Custom einklarieren und dann  beim Hafenmeister vorsprechen. Der 15. August war dieses Jahr auch Maria Himmelfahrt, ein Feiertag in dem zu 99% aus Muselmanen bestehenden Gambia. Aber, die Port Authority antwortet nicht auf Kanal 16 VHF, geschlossen infolge Feiertags? Der Grund für uns, den Kurs weiter in den Oyster Creek abzusetzen. Morgen werden wir mit dem Taxi da vorbeischauen und schnell erledigen, was schlussendlich einen ganzen Tag in Anspruch nimmt.

 Oyster Creek

Wie der Tag begann, so ähnlich hat er auch geendet! Des Tages Dessert war eine sehr listige Einfahrt in den Chitabong Bolon und eine so enge und kurvenreiche Durchfahrt wie durch den Turnbull Bolon, haben wir im Saloumdelta keine befahren.

Banjul ist die Hauptstadt und der Oyster Creek ist Gambia, das Westafrika der Fahrtensegler! Schon möglich, dass die Austern hier besonders sind, vor allem aber ist es ein Ankerfeld bei der ersten der beiden Brücken Gambias, der Denton Bridge. Nicht weit vom ständigen Militär Checkpoint, am Ende der Brücke, liegen ein paar Container und Hütten mit dem Besten was der Oyster Creek zu bieten hat, den schwarzen Handwerkern. Sie hören auf Namen wie Seaboy, Lamin oder Mister Cessey etc. und sind immer da, auch wenn man sie braucht. Fröhlichfreundliche Leute, die auch gerne auf dein Boot aufpassen, wenn du für längere Zeit verreisen musst, oder wissen wo was zu bekommen ist oder wo man was reparieren lassen kann. Sie schleppen Diesel, gutes Wasser oder auch Gas herbei und besorgen dir Brot oder deine Wäsche ohne lästig zu werden.

 

  Berichte: