Was keiner mehr glaubte:


Was keiner mehr glaubte

Bis kurz vor Ostern durfte ich in der Firma meines Bruders Ignaz als Hilfskraft mitarbeiten, ein willkommener Zustupf! Viel Vorbereitungsarbeit und viel Schneeschaufeln sowie Kinderhüten wechselten sich z fast täglich ab. Nicht zu wenig bin ich in dieser Zeit unserem Häusermakler, der unser Haus schon seit einer Ewigkeit hätte verkaufen sollen in den Ohren gelegen. Die Zeit läuft gegen uns, unser Mieter, besser gesagt unser Hausbenutzer, denn Miete hat er schon lange keine mehr bezahlt lag ausgestreckt auf unserer Seele. Für uns ist unter diesen Umständen eine Realisierung unseres Projekts undenkbar. Eine Auflösung dieses Unbehagens, am liebsten in Wohlgefallen scheint uns überfällig! Das scheibchenweise Herantasten, das Probe-Aussteigen, hier mal zwei Monate und da mal drei ist auf den Kanarischen Inseln zu Ende. Ab hier geht’s definitiv in die Weite, ein Umkehren, oder mal schnell mit <last minute> nach Hause fliegen geht nicht, jedenfalls nicht so ohne weiteres. Wenn es jemals gepasst hätte dann jetzt, es ist überreif!

Der Juni erscheint in Reichweite, der Zeitpunkt für ein weiteres Scheibchen, so haben wir angesichts der Lage beschlossen. Wir buchten <Online> für Ende Juni ab Basel-Mulhouse nach Arrecife, wir fliegen <last minute>  zurück nach Lanzarote.

Nur noch 14 Tage, und da platzt die Bombe! Wir konnten es noch lange nicht glauben, nein wir wollten es gar nicht wahrhaben! Unser, schon bald verwünschter Makler brachte eine Interessentin aus den USA, und kaufen wollte sie so: „Unterschreiben jetzt; übernehmen am 1.Nov.“ Wir können es irgendwie einfach nicht fassen, haben aber trotzdem unseren Abflug um eine Woche verschoben. Am Montag um 11.00 Unterschrift auf dem Notariat in Schlieren, und am Dienstag 11.00 einchecken in Basel-Mulhouse! Wir <müssen> zwar noch mal wieder kommen, <müssen> aber nur deshalb, weil wir immer noch nicht zuordnen können was für ein Glück uns widerfahren ist.

 Es passt immer

Grill, Radarreflektor, Solarpaneele, Sackkarren, Isolationsmaterial, Ersatzteile und vieles mehr, habe ich sauber zu zwei Paketen verschnürt, so dass keiner den Innhalt erkennen konnte. Von mir als Segelsportartikel deklariert, wurde alles von Hapag-Lloyd gratis als Fluggepäck, zusammen mit zwei Seesäcken und einem Rucksack für Monika und einem, mit den Laptops als Handgepäck für mich nach Lanzarote transportiert. Hier an dieser Stelle, der Gesellschaft herzlichen Dank für diesen super Service und im Speziellen auch dafür, dass sie uns, zu allem hinzu auch noch mitgenommen und verpflegt haben!

Ankunft in Arrecife 17.00, Abfahrt der letzten Fähre vom 30km entfernten Orzola zu der Isla Graciosa 18.00! “No problemo!“ Weil der Taxifahrer gefahren ist wie der Leibhaftige, mussten wir noch 10min. auf die Fähre warten. Nachdem ich in Graciosa, mit einer geliehenen,  beinahe luftleeren Karrette in zweimal, mit dem Pagage auf der Sandstrasse um den Hafen geschwankt bin, war es19.30 und alles in  Butter, sprich BUDLUP. Kaum zu glauben, und schon da, nicht mehr tau frisch, dafür glücklich geschafft!

 

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