Compass

 SY BUDLUP

                                     HBY3891 - MMSI 269432000


Aber diese Stadt:
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Sie empfängt uns mit einem einzigartigen Habitus. Vorweihnachtliche dezente, geschmackvolle Musik aus Lautsprechern in allen Strassen und auf allen Plätzen. Girlanden und Lichter in allen Farben, Live Musik und Festlichkeiten in allen Ecken. Das ist Weihnachten pur, auch ohne Schnee. Wie zu allem Überfluss ist ein Arbeitergrossaufgebot dabei, am Strand neben der Hafenmole, unserem täglichen Weg zum Einkauf, eine Kunsteisbahn mit allem Drum und Dran aufzubauen. Schon einen Tag später entdecken wir von der Mole herab den Admiral, unseren französischen Bootsnachbar, wie er auf gemieteten Schlittschuhen bei lauter Musik, mit hochrotem, kindlich strahlendem Gesicht herumkurvt.  Wie ein Kamikaze spult er mit Volldampf auf dem Eisfeld zwischen all den Menschen von der einen Ecke in die andere und manchmal haut es ihn hin, dass man glaubt, der steht nie wieder auf. Als er mich an der Bande stehend entdeckt, ruft er mir zu: “He Hans, viens ici, c’est fantastique, c’est uniquement, c’est incroyable!“  <Ja, ja, brich dir bloss kein Bein mein Alter>, aber nur eine ellenlange Menschenschlange vor dem Ausgabeschalter der Schlittschuhe hat mich davon abgehalten, es ihm gleich zu tun!

Eine bewegt luftige Sache

Am Tag unseres Ausflugs mit der Drahtseilbahn, hinauf zum Botanischen Garten sehen wir sie aus der Gondel heraus, von Osten her, der Küste entlang kommend, eine dunkle Front. Schon früher am Tag ist uns aufgefallen, dass zwei Frachtschiffe vor den Hafen hinaus ausgelaufen und dort vor Anker gegangen sind, allerdings wussten wir noch nicht warum. Wir erreichten den Hafen gerade noch rechzeitig, als es anfing heftig zu Blasen und zu Regnen. Fast gleichzeitig drang ein grosser Schwell in den Hafen ein. Die Ozeanriesen im Vorhafen wurden bis zu vier Meter angehoben, ich traute meinen Augen kaum was ich da sah, mir schwante Übles. Der Schwell drang um die Ecke in unseren Hafen ein und begann die kleineren Yachten der Einheimischen, uns visavis an die Schwimmstege zu schleudern, die schützenden Fender hoch über dem Steg in der Luft zappelnd und nutzlos. Niemand von uns hatte Zeit sich länger damit aufzuhalten, wir brachten weitere Leinen, mehr und grössere Fender aus, und unterstützten uns gegenseitig mit Rat und Tat. Im Dunkel der Nacht, bis in den frühen Morgen hinein waren wir damit beschäftigt das Bootpaket im Einklang mit dem Schwell hin und her und auf und ab schwingen zu lassen. Anfänglich und zwischendurch immer wieder wurden an unserer BUDLUP durch die zum Teil grösseren und schwereren Nachbarn durch entgegengesetzte Schiffsbewegungen fast die Klampen aus dem Deck gerissen! Es hat sich in dieser Nacht gezeigt, dass es nicht unbedingt bequemer ist im Päcken zu liegen aber sicherer. Jedenfalls hätte ich in dieser Nacht mit keinem Steglieger tauschen wollen.

Willst du mich veräppeln oder was?

Am zweiten Tag nach dem Sturm ist der Admiral ausgelaufen! Er habe alles genau berechnet, er sitze dem Tief hinten auf, und lasse sich zu den Salvagen Inseln ziehen, für die er ein Permit im Sack hatte. Wir waren nicht die einzigen die das nicht ganz verstanden haben, aber einer seiner beiden Kojenpiloten hat sich unheimlich auf das Auslaufen gefreut und die Zurückgebliebenen glaubten an einen schlechten Scherz, denn noch immer stand grosser Schwell in den Hafen. Zwei Tage später, am Morgen als wir zum Look hinaus spähten, und als schon keiner mehr vom Admiral sprach lag er längsseits. Der jüngere der beiden Mitfahrer, der etwas sensiblere war sichtlich gezeichnet und ziemlich grün im Gesicht. Vom Alten selber war ausser einem „bonjour“ an diesem Tag  nichts Lautes zu vernehmen und er wirkte ziemlich verknittert. Auf dem Weg zur Dusche, am Tag danach vertraute er mir an, dass sie sehr wohl die 120sm bis ans Cap der Salvagen’s geschafft hätten, als der Wind unvermittelt umgesprungen sei und sie keinen Meter mehr gegenan geschafft hätten. Die Wellen hätten sich in Kürze auf sechs Meter aufgebaut, und es sei ihnen nichts anderes übrig geblieben als wieder abzudrehen um zurück nach Madeira gespült zu werden. Des Rätsels Lösung, das Tief ist nicht wie angenommen über uns hinweg gezogen, dafür kam es nämlich aus der falschen Richtung (von Osten), sondern es drehte in vier Tagen drei mal elyptisch um uns herum bevor es nach Nord-Osten abzog.


Berichte:

 

 





Funchal wir kommen

Weihnachtsstimmung im Hafen

Wilhelm Kolumbus-Tell

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