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 SY "BUDLUP"

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Liebe Verena, lieber Tobi

Vielen Dank für eure gut gemeinten Worte betreffend Laguna! Leider erreichten sie uns erst am Tag unserer Weiterreise nach Rio Grande und die Belehrungen konnten wir uns erst nach unserer Ankunft in Rio Grande zu Gemüte führen.

In Florianopolis verbrachten wir 14 interessante Tage, d.h. wir wechselten auf die Landseite in die Bucht Golfinho, weil die Yachtclub-Dependance im Norden der Insel unsere Papiere der Policia Federal faxen wollte und auch weil unsere Budlup da bei Nordwind ein wildes Rodeo veranstaltete. Überhaupt waren die Leute vom Yachtclub sehr abweisend und liessen uns, im Hauptsitz in Florianopolis nicht einmal in die Nähe des Eingangstores! Euren Erfahrungen folgend dachten wir einige Infos von da für die Weiterfahrt zu erhalten, aber die wussten schon, dass wir uns nicht anmelden wollten. So machten wir dafür eine neue Bekanntschaft, die damit begann, dass eine Frau in einem Kajak an der Budlup, die da in Golfinho vor Anker lag vorbei gepaddelt kam und "Bonjour!" rief. Leider fiel sie dabei ins Wasser, weil sie das Gleichgewicht in diesem kippligen Gerät verlor.

Das war der Anfang einer neuen kleinen Freundschaft. Wir wurden von Fabienne, so ihr Name spontan, zum Fischessen in ihr nahe gelegenes Haus eingeladen, wo wir dann auch ihren Mann Alain kennen lernen durften. Wir redeten viel (sogar ich!), denn die Leute waren auch Segler und kamen vor vier Jahren mit ihrem Segelboot hier an. Unter anderem wurde ich auch gefragt, was für einen Anker wir fahren würden? Da kamen sie bei mir aber gerade an den Richtigen, denn von meinem Anker bin ich sehr überzeugt! Und so sagte ich, nichts ahnend: "Den besten den es gibt, einen Spade Anker." Da konnte Fabienne nicht mehr länger ruhig sitzen und mit hoch rotem Kopf ereiferte sie sich: "Là voilà, ça c'est Monsieur Spade"! und zeigte aufgeregt auf ihren Alain, der nun selber rot anlief und strahlte. Zu guter Letzt kam Fabienne noch mit einem Buch <Besser Ankern> von Palstek angelaufen und sagte, dass auch dieses Buch Alain geschrieben hätte. Was sollen wir sagen? Wir kennen dieses Buch, wir haben es an Bord. Aber über Laguna wussten sie nichts, denn Alain hat sein Boot direkt und einhand nach Uruguay gesegelt um es dort zu verkaufen.

 

So geschah dann, was hatte kommen müssen! Infolge mangelnder, oder zu später Information segelnder Freunde!!! hat uns ein 2.5m hoher Brecher in der Ausfahrt von Laguna breitseits erwischt und überspült. Das, just in dem Moment als Monika das Schot öffnete um den Fotoapparat zu holen. Hektoliter(?) weise Seewasser ergoss sich ins Cockpit, über den Niedergang, über den Kartentisch ins Bootsinnere. Es flutete unter anderem auch die Kartentischschublade mit den Seekarten, Loggbüchern und all unseren Händis und so alles an Elektronik ging dabei zu Bruch (Wetterfax, Paktor, KW-Radio, Solarbatterielader, Laptop etc.). Das Gute dabei war die Erkenntnis, dass die Budlup es abkonnte, keine Scheiben zu Bruch gingen und nicht zu letzt, dass niemand von uns verletzt wurde. Es beisst mich sehr euch sagen zu müssen, dass ihr, was die Gefährlichkeit Laguna's betrifft recht hattet! In diesem Jahr hat es bereits 4 einheimische Fischer in der Einfahrt erwischt und auf die Molen geworfen. Soviel zu Laguna, wo wir ebenfalls liebe Freunde gewonnen haben, die es wert waren eingelaufen zu sein (im Gegensatz zum Auslaufen!). Dazu gehörten unter Anderen auch Harvey und seiner SY Pegasus mit dem wir hier wieder zusammengetroffen sind! Nachdem sein Autopilot in Santos wieder zum Arbeiten überredet werden konnte, hat er uns in drei grossen Schlägen eingeholt. Wir sind jetzt wieder gemeinsam unterwegs.

 

Hier in Rio Grande liegen wir, wie von euch empfohlen am Steg des Ozeanografischen Museums und das scheint es auch Wert zu sein. Niemals vorher habe ich so etwas Beeindruckendes wie dieses Gästebuch gelesen, nicht einmal bei Susi in Charitas! In diesem Buch sind wir übrigens nebst Stefan von der Bluevic die dritten Schweizer die hier festgemacht haben. Von Direktor Lauro persönlich, sind wir dann auch aufs herzlichste willkommen geheissen worden mit den Worten: "Fühlt euch wie zu Hause und bleibt so lange wie es euch beliebt, Wasser und Strom stehen am Steg umsonst zu eurer Verfügung!" Das bügelt vieles wieder, was uns in ähnlichen Situationen widerfahren ist.

Nun ist es wieder einmal mehr geworden, ich hoffe, dass ihr trotzdem Spass beim Lesen hattet und vielleicht kann ich einiges davon für meine Berichte auf der Homepage gebrauchen. (Warum nicht gleich alles?)

 

Liebe Grüsse von der Budlup in Rio Grande senden euch Hans und Monika

 

 

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