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 SY BUDLUP

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Wieder Abschiednehmen:
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Die Reise nach Madeira war holprig, viel Wind und hohe See aber kurz und schnell. Die ersten  vier Nächte ankerten wir vor dem Fischerdorf Machico wobei wir uns in der ersten Nacht des Schwell’s wegen an der Matratze festgeklammert haben.

Am Tag haben wir zu Fuss die Landzunge, die sich Porto Santo entgegenstreckt, und phänomenaler weise das Klima und die Vegetation mit ihr teilt erforscht. Gewaltige Blicke aufs Meer und in die Tiefen der wildzerklüfteten Buchten dramatisierten woran wir gestern, mit vollen Segeln vorbei gestrichen sind. Mit zwei Originalen aus England, Vater Donald (74) und Sohn Neil (50) die mit einer10 Fuss Nicolson unterwegs sind,  unternahmen wir Tags darauf eine eindrückliche Inselrundfahrt mit einem Mietauto. Diese Vulkaninsel ist unglaublich schroff, grün und bisweilen gespenstig neblig. Die Strassen sind so gewunden und eng, dass ein Lastwagen auf der Hauptstrasse wie ein Todesurteil entgegenkommt. Neil drückte sich daraufhin so aus: “Segeln ist im Vergleich zu dem Erlebten auf diesen Strassen absolut ungefährlich!“ Klar war ich der Pilot bei diesem Unternehmen und möglicherweise auch der einzige ohne Schiss. Zuviel Zeit in meinem Leben verbrachte ich auf den Strassen, so vertraut sind sie mir, dass ich das Gefährliche daran nicht mehr sehe. Das Segeln, die See und das darum herum hingegen ist mir wenig bekannt und kann mich manchmal schnell und auch grundlos verunsichern. Vater Donald und Sohn verliessen am Tag darauf den Archipel Richtung Kanarische Inseln, wo wir sie auf Lanzarote in etwa 14 Tagen wieder sehen werden.

Die 11,3sm nach Funchal segelten wir bei herrlichem Wetter mit ausgebaumter Genua vor dem Wind nahe der Küste entlang. Fast wie auf dem Lago Maggiore bestaunten wir dabei die steil aus dem Meer aufragende, an uns vorbei gleitende Kulisse. Der Hafen von Funchal ist beeindruckend. Der Yachthafen drückt sich gleich neben der Einfahrt in den Industrie-, Fähr- und Kreuzfahrtschiff- Hafens in eine kleine Ecke. Hier liegen wir absolut unbequem, längsseits zwischen andern Gästen an der Aussenmole. Für Gäste hat es in diesem proppenvollen Hafen keinen Platz an den Schwimmstegen. In früheren Zeiten war dieser der einzige einigermassen sichere Hafen auf dem Archipel.


Berichte:

 

 





Ansteuerung Madeira

Heimleuchte am Cabo

Cabo São Lourenço

Zahn der Zeit + Einsamkeit

unsere Ankerbucht

Turismusminister

der Anfang am Ende

Strelitzie

vor Anker in Machico

Madeiras Südküste