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 SY "BUDLUP"

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Antarktische Küsse:
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Antarktische Küsse

In Tagesetappen reisen wir der Küste entlang Richtung Süden und nächtigen in geschützten Nischen. Es ist anhaltend schönes und warmes Wetter und wir geniessen die Reise, obwohl der Wind nicht mit uns ist. Wir investieren in Diesel und erreichen Porto Belo in drei Etappen.

Peter Wiedemann, unseren TO- Stützpunktleiter vor Ort haben wir schon vor Tagen über unsere Ankunft informiert! Beim Ansteuern dieses wundervoll geschützten Naturhafens waren wir voller Erwartungsfreude, denn seit Santos sind wir in regelmässigem Kontakt mit Peter. Hier einzulaufen war auch Pflicht, denn wir haben das Schweizerische Schifffahrtsamt vor Wochen angewiesen die erneuerten Bootspapiere an Peters Adresse zu senden. Das folgende Zusammentreffen mit ihm war dann auch wie das alter Bekannter, wir haben uns auf Anhieb gut verstanden.

Schon beim Einlaufen in die Bucht sind mir Vögel aufgefallen, die neben uns hergeschwommen sind. Sie haben beim Schwimmen und Tauchen ihre kurzen, sichelförmigen Flügel mitbenutzt. Ich musste immer wieder hinschauen, ich kann es irgendwie gar nicht glauben was mir schwante: „Monika, siehst du die Vögel da? Sind das Pinguine?“ „Was? Hier gibt es doch keine Pinguine, viel zu warm!“ Das war eigentlich auch mein erster Gedanke, aber je länger ich sie beobachtete desto sicherer war ich mir, das sind Pinguine. Jetzt haben wir sie überall sehen können. Vor Anker liegend, schwammen und Tauchten sie den ganzen Tag um unser Boot herum. Das Charakteristischste, was ich bei ihnen beobachten konnte war, dass sie immer wieder den Kopf unter Wasser hielten um konzentriert Ausschau zu halten bevor sie zum jagen hinabtauchten. Was für eine Seeligkeit ihnen dabei über die Schulter gucken zu können! Ein wirklich spezieller Vogel und sehr überraschend ihn hier anzutreffen, denn die Distanz bis zu ihrer Heimat Patagonien, dürfte etwa der Distanz von Oslo bis nach Sizilien entsprechen.

 

Zu unserem Aufenthalt in Porto Belo gehörte selbstverständlich eine Pilgerfahrt ins Landesinnere, nach Blumenau, der deutschesten Stadt Brasiliens. Auf Schritt und Tritt wird man hier an Deutschland erinnert, und an gar vielen Ecken wird mit Folklore gegeudet. Es ist die Stadt mit dem höchsten Lebensstandart im Land, auf jeden zweiten Bewohner kommt ein Auto!

Nach 10 Tagen Porto Belo hatten wir es gesehen und sind zur nächsten Destination, der Insel Santa Catarina weiter gesegelt. Sie liegt nur gerade 30sm weiter südlich mit der Hauptstadt Florianopolis des gleichnamigen Bundesstaates Santa Catarina. Es ist die letzte grosse, bewohnte Insel im Süden Brasiliens. Dabei sind wir mit unserer Budlup im Norden der Insel geblieben, weil sie mit 17.60m Gesamthöhe nicht unter der Verbindungsbrücke zum Festland durchpasste. Von hier sind wir mit dem Bus für Exkursionen und zum Einkaufen auf die Insel gefahren. Das war zwar anstrengend, aber für die Zeit von 1.5Std pro Weg waren wir ein Teil von Brasiliens Alltag und ihren lieben Bewohnern.

Per Nachttörn haben wir uns nach 14 emotions- und erlebnisreichen Tagen 67sm weiter nach Imbituba verschoben. Was flau, mit wenig Wind angefangen hat, wurde mehr und mehr und zum Schluss machten wir selbst ohne Segel noch 4.5kn Fahrt! Mit einer grossen Welle liefen wir, bei Tagesanbruch in den unpersönlichen aber sicheren Industriehafen ein und setzten den Anker am Rand des Hafenbeckens direkt hinter die schützende Mole.

 

na,wer bist denn du?
Santos wir kommen
Glueck in ruhigem Creek
guten Morgen
Reparatur Time
gewusst wie
Implantat
saubere Sache
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