Compass

 SY "BUDLUP"

                                     HBY3891 - MMSI 269432000


so wie mir:
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so wie mir

Uns wurde die Zeit hier lang! Harvey hat bereits zum dritten Mal sein Teil bestellt. Diesmal in Brasilien, nach dem die Teile aus England nie hier eingetroffen sind, das heisst, das Trekking sagte, es wäre längst da, aber gesehen hat es keiner. Morgen, können hier schon mal drei, vier Tage sein und dann war es doch nicht das gesuchte Teil!

Zwei Monate gingen ins Land, wir hatten genug und ausser dem war Wind für uns angesagt. Wir trennten uns von unserem Freund, es war nicht absehbar wann sein Problem gelöst sein wird! Wir versprachen in Kontakt zu bleiben und uns später einmal, auf dem Weg wieder zu treffen.

Früh morgens gingen wir Anker auf um an der Tankstelle vom Yachtclub Santos die Tanks zu füllen. Erst die Hälfte der Kette war an Bord, als mir ein ungleiches Kettenglied beim Einholen ins Auge stach: Stopp, was ist denn das? Ein kaputtes Kettenglied? Das darf doch nicht wahr sein, wir hatten doch niemals grosse Kräfte, die auf die Kette wirkten! Harvey, der ehemalige Stahlarbeiter kam an Bord gerudert und nahm das Teil unter die Lupe. Für ihn ist das, ganz ohne Zweifel kein Bruch, das ist ein Produktionsfehler, der beim Einführen des Stahlstabs in den Kettenautomaten geschehen sein muss! Grossartig! Vor sieben Jahren kaufte ich dieses Prachtstück bei einem Deutschen Fabrikanten als garantiert geprüft und auf halbe Last(3’000kg) getestet. Zwischenzeitlich haben wir 100mal geankert, selbst unter schwierigen Verhältnissen und im Gambia sogar bei Sturm. Wir haben unser Vermögen und, vor Allem unser Leben daran gehängt! Ich bin ganz verwirrt, wir verschieben unsere Abfahrt. Nachdem wir getankt haben kehren wir an den Steg von Supmar zurück, zogen die Kette aus dem Ankerkasten auf den Steg hinaus, vermassen und beraten mit Harvey erneut wie damit umzugehen wäre, denn von nun an bis Buenos Aires  kann nur noch geankert werden! Schweissen, unmöglich, viel zu gefährich, sagt der Fachmann, da das, durch schweissen gestresste Materieal (Chromstahl) viel eher zu Bruch neigt und dadurch unberechenbar wird. Also, wir drehen die Kette so, dass das längere Ende 43m am Anfang der Kette, also zum Anker hin zu liegen kommt und markieren die defekte Stelle so auffällig, dass wir jeweils vorher noch unsere beiden 20m langen Fenderleinen anschäkeln können um damit auf 60m Ankerkette - Leine zurückgreifen können, falls erforderlich.

Nachmittags sind wir dann doch noch los, mit dem Ziel <Porto Belo> und weit vor der Hafeneinfahrt trafen wir auf den versprochenen Wind. Die See hatte uns wieder.

Berichte:

        

 
 

Santos Einfahrt
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