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 SY "BUDLUP"

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Harvey con der Pegasus:
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Harvey von der Pegasus
Wir lernten ihn im Dezember 2004 in Porto Santo kennen, beziehungsweise, wir sahen ihn nur ganz kurz, wie er nach dem Festmachen seines Bootes in einem Taxi verschwand und weggefahren worden ist. Er kam da mit seiner damaligen Freundin Gezine aus dem Süden Portugals an und hatte sehr starke Bauchschmerzen. Ein Blinddarmdurchbruch war die Diagnose und mit einer Militärmaschine wurde er kurzerhand nach Funchal auf Madeira ins Hospital ausgeflogen. Die grosse und komplizierte Operation konnte nicht verhindern, dass er an Wundbrand erkrankte und wieder, vom Boot weg ins Hospital eingeliefert werden musste, aus dem er vor drei Tagen entlassen worden ist.
Wie wir etwas später im Hafen von Funchal fest gemacht hatten, haben wir ihn, auf Wunsch seiner Freundin hin besucht. Nicht viel, was wir weniger gern gemacht hätten wie Spitalbesuche! Aber dieser arme Kerl, der eben dem Teufel vom Karren gefallen ist, liegt da, unter lauter alten Männern, die nur portugiesisch sprechen und keine Sau besucht ihn!
Aber Harvey war kein bemitleidenswertes Häuflein was wir da antrafen, sondern ein fast 2m grosser, kräftiger Mann in einem viel zu kleinem Bett, an das sie eine Verlängerung gesteckt hatten, damit seine riesigen Füsse nicht drüber hinaus ragten. Seine wachen Augen und sein rosiges Gemüt wirkten wohltuend und ein überaus spannendes Gespräch liess die Zeit schnurpfen. Bereichert und mit vielen nautischen Erkenntnissen mehr verliessen wir ihn ohne ihn je wieder vergessen zu haben. Das ist auch nicht ohne weiteres möglich, denn jeder, der länger in dieser Ecke herum kurvt kennt Harvey. Er lebt schon seit 25 Jahren auf seinem Boot und arbeitete auf vielen Booten, vor allem auf den Kanaren und machte, für allerhand Leute Atlantikweit Bootsüberführungen.
Ein Jahr später trafen wir ihn in Las Palmas wieder, nachdem er ein Jahr zur Erholung in seiner Heimat England verbrachte. Februar war Fasnachtszeit und wir teilten viele schöne Stunden zusammen, bei denen wir von ihm, unter anderem wieder einiges mehr über Segeln und Boote lernen konnten. Er erzählte uns auch, dass er noch einmal mit seiner Pegasus auf lange Fahrt gehen wolle. Das wäre mit seinen 61 Jahren noch ein Traum, den er zu erfüllen habe! Er war schon auf allen Weltmeeren. Mit 15 verliess er das Eltern Haus und trat in den Dienst der Marine. Als ausgebildeter Taucher kam er zwei Jahre darauf, auf einem Flugzeugträger an vielen Konfliktorten dieser Welt zum Einsatz und hat viel gesehen und erfahren.
Ja, und jetzt sehen wir ihn wieder, in der Bucht von Angra dos Reis. Er hat es also gepackt und wahr gemacht! Immer wieder mal wurde uns zugetragen, dass er gesehen worden wäre. Im Senegal, in Dakar und auf den Kapverden aber so richtig geglaubt haben wir das erst, wie wir von ihm eine E-Mail aus Salvador erhielten. Harvey, single-handed on the move! Er wolle ums Kap Horn, und nur weil seine Selbststeueranlage den Dienst versagte ist er in die Bucht herein gekommen. Sie ist immer noch nicht repariert, aber wie unser Motor einsatzbereit war sind wir zusammen von Angra abgehauen. Bloss weg hier, wo uns jeder kennt ist es schwierig inkognito zu bleiben!
 

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