Compass

 SY "BUDLUP"

                                     HBY3891 - MMSI 269432000


Vom Besuch:
Hauptseite:

 

Vom Besuch
Wir haben viel mit Ignaz unternommen! Schon am zweiten Tag nach seiner Ankunft sind wir von Angra dos Reis zur Ilha Grande losgesegelt. Obwohl es da dauernd geregnet hat sind wir mit ihm auf eine Regenwaldwanderung (sehr passend), wo er dann auch prompt ausgerutscht und hingefallen ist. Schwer zu sagen, ob ihm dieser Ausflug gefallen hat, jedenfalls wir haben diese Exkursion sehr schön gefunden. Von da haben wir uns unter Motor (mangels Wind) ein paar Stunden übers offene Meer in einen Fjord verschoben, wo wir an einer kleinen Insel den Anker mitten in ein Paradies fallen gelassen haben. Von hier waren es nur noch ca. drei Stunden bis nach Parati, wo wir uns für den 24. Dez. mit René und Viola von der Svenya zum gemeinsamen Kochen verabredet hatten. Parati, die Perle Brasiliens, hat eine grosse intakte Altstadt, wo die Strassen bei Spring-Hochwasser geflutet und so auch sauber gehalten werden. Das Ganze stammt noch aus der Zeit der portugiesischen Eindringlinge von ca. 1600. Wir haben zusammen mit der Svenya Crew einen schönen Weihnachtsabend verbracht. Von jetzt an hat, wie ein Geschenk, an jedem Tag, an dem unser Besuch noch da war die Sonne geschienen.
Noch vor unserer Abfahrt zu den Inseln haben wir für über Neujahr zwei Nächte in einem Hotel in Rio de Janeiro gebucht. Wir wollten Igi sicher auf sein Flugzeug bringen, welches ihn am 1.1. wieder nach Hause fliegen sollte, und von Einheimischen wussten wir, dass der Silvester an der Copacabana mit einem riesigen Feuerwerk gefeiert werden wird. Also haben wir das Gute mit dem Nützlichen verbunden. Nach nur 1,5 Std. Busfahrt und 2Std. in der Kolonne stehen, bestiegen wir, noch am Tag unserer Ankunft in Rio mit der Zahnradbahn den Corcovado (der Berg mit der riesigen Christusstatue). Bei strahlendem Sonnenschein und inmitten haufenweiser Menschen genossen wir eine fantastische Aussicht über Rio und Umgebung. Am darauf folgenden Tag haben wir das Selbe, nach nur einer Std. in der Kolonne stehend, mit der Seilbahn auf den Zuckerhut erfahren lassen. Igi wollte das anfänglich gar nicht, aber er hat sich sehr darüber beklagt, dass in diesem Rio ausser den beiden Attraktionen nichts los wäre. Doch auch dieser Zuckerhut war ein absolutes Highlight mit fantastischer Aussicht! Von da oben konnte man schon beobachten wie die Menschen sich auf der kilometerlangen Copacabana für den bevorstehenden Abend einrichten.
Bei einem guten Nachtessen in einem gemütlichen Restaurant, ganz in der Nähe der Copacabana, haben wir den Silvester kommen lassen. An uns, die wir auf einer Terrasse dinierten schoben sich unaufhörlich fröhliche Leute Richtung Beach und von überall drang Musik und Gelächter an unsere Ohren. 2Std. vor Mitternacht spülte der Strom auch uns auf den Sand der Beach hinaus und auf drei gemieteten Klappstühlen harrten wir der Dinge die da kommen sollten. Und sie kamen! Unaufhörlich formten sich die Menschen zu einer immer dichter werdenden Masse, alles verlief sehr gelassen und fröhlich, keine Aggressionen, keinerlei Stress waren zu spüren.
Ignaz bedauerte mehrmals, dass wir keinen Champagner zum Anstossen dabei hätten, was einer klaren Aufforderung an meine Adresse war endlich etwas dagegen zu unternehmen. Nach langem Herumstöbern und Suchen bin ich fündig geworden, kein Champus dafür einen Bruseco, sehr süss, in der Tat kein Applaus wert, aber zum Anstossen alle weil gut genug. Ohne heimatliche Glockenschläge und ohne Signalhörner der neun anwesenden Kreuzfahrtschiffe haben wir damit inmitten von 2 Millionen Menschen auf das Neue Jahr angestossen. Etwas weniger pünktlich wie die Schweizer, aber ungeheuer fulminant riss uns der Start des Feuerwerks aus den Sesseln! Jetzt mussten wir aufstehen wenn wir etwas sehen wollten, denn die Menschenmasse um uns herum bildete eine Wand als sässen wir in einem explodierenden Vulkankrater. Nach jedem Raketendonner, der den Sand erbeben liess, sprangen die Menschen in die Luft und kreischten vor Entzückung und das Ganze dauerte 23Min. oder 24 Sprengstoff-Tonnen lang! Das Fest konnte beginnen, als Teil des Ganzen ein unglaubliches Erlebnis.
Beim Neujahrsfrühstück sassen die Letzten mit Strand-Sand an den Schuhen, einem Brot zwischen den Zähnen und mit schlaftrunken verdrehten Augen vor dem kalt werdenden Kaffee. Aber wir, pflichtbewusst wie wir sind, schafften es noch vor 03:00Uhr ins Bett, denn keinesfalls wollten wir den Bus verpassen, den mein Bruder Ignaz zum Flughafen und in die Schweiz zurück bringen sollte!
 

Exotische Blüte
Exotische Blüte
im Paradies
Parati
in den Gassen von Parati
Augenblicke
Sunset über Parati
Richtung Angra dos Reis
ein letzter Caipirinha
auf dem Corcovado
Einfahrt von Rio
Tourismus Direktor
Schlange stehen
wo ist der Zucker
Blick auf die Copacabana
  Berichte: