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 SY "BUDLUP"

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Auf Abwegen

Mit der Ankunft unserer Gäste wendete sich alles zum Guten. Endlich hat es aufgehört zu regnen, denn in Afrika kämpften wir gegen den Sand und hier gegen den Schimmel und eine angenehme Brise verleitete zum schnellen Aufbruch, zum segeln in der Bahia. Wir ankerten in Itaparica, beim Wasserfall, wir segelten den Fluss Paragusu hinauf bis Maragojipe, segeln vom schönsten und besuchten da am Samstagmorgen den Markt. Die Gelegenheit, von da einen Fahrer mit VW Kombi zu verpflichten, der mit uns während fünf Tagen zum Nationalpark Chapada Diamantina reiste packten wir bei den Haaren. In Folge der langen Anreise zum Park blieben uns nur mal drei Tage vor Ort, aber die hatten es in sich! Eine überaus reizende Landschaft rief uns schon am ersten Morgen früh aus den Federn, zu Taten die vollbracht werden wollten. Wir stiegen steil auf ein Hochplateau und wanderten darauf 6km zum zweit grössten Wasserfall der Erde und schauten da ca. 280m in die Tiefe. Nicht so Gret, sie hat davor stehend lakonisch festgestellt:“ Da war ich schon mal!“ Na, so tragisch ist das nicht, allein die Wanderung durch diese wunderschöne Natur war der Mühe wert.

Der nächste Tag führte uns zu zwei der zahlreichen Höhlen dieser Gegend. Die Erste eine wenig besuchte, Naturbelassene und unzerstörte und die Andere ist in eine Art Erlebnispark eingebettet und gefällt vor allen durch den unmittelbaren Austritt eines Flusses aus dem Höhlen System ins Freie. Meine Schwester stellte nach einigem Staunen fest:“ Da war ich auch schon mal!“ Der Botaniker, des nahe gelegenen Orchideenparks, den wir besuchten deutete auf den benachbarten Tafelberg hin und meinte, dass sich eine Begehung des imposanten Pao Ignazio bei Sonnenuntergang besonders lohnen würde. Womit das Programm für den nächsten Tag auch schon fest festgelegt war.

Am letzten Morgen wanderten wir allerdings zuerst noch zu einer anderen Empfehlung, zu einem Wasserfall den man hinunterrutschen konnte! Ein unvermutetes Highlight, an dem wir uns mit Rutschen köstlich amüsierten und im Mineralreichen Wasser herrlich badeten. Der Aufstieg zum Pao Ignazio ist für durchtrainierte ganz locker zu machen und sogar wir schafften es noch bevor die Sonne unterging. Es war wirklich wert da hinauf gekraxelt zu sein, jedenfalls war Gret noch nicht hier!

Nach fünf Tagen und mehreren tollen Erlebnissen sind wir auf die Budlup, die da vor Anker wartete zurückgekehrt und segelten Tags darauf nach Itaparica und dann nach Salvador zurück. Unser nächstes Ziel war Morro de Sao Paulo, d.h. 30sm Hochseesegeln der Atlantikküste entlang Richtung Süden. Bevor es aber losgehen konnte galt es in den Supermärkten von Salvador noch einiges zu bunkern, vor allem alkoholisches, dem nicht nur meine Schwester zugesprochen hatte. Aus dem Hochseesegeln wurde leider nichts! Kein Wind und platte See verknurrte den Motor zu 6Std Arbeit und aus dem geplanten Wellenritt wurde eine gemütliche Tour. Morro de Sao Paulo hat uns sehr gut gefallen, aber nicht nur weil es da hunderter anderer Touristen auch gefällt, sondern weil wir Gret endlich den lang ersehnten Wunsch von weissem Sand und Caipirinha erfüllen konnten. Obwohl sie nach einiger Zeit feststellte:“ Da war ich auch schon mal!“

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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