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 SY BUDLUP

                                     HBY3891 - MMSI 269432000


Kein Platz:
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Die Stadt Santa Cruz hat uns ganz gut gefallen, historische Ecken, sauber, übersichtlich. Der Hafen jedoch ist eine Katastrophe! Die Kreuzfahrtschiffe legen sich zwar immer noch an die selbe Mole wie vor 33 Jahren, aber unzugänglich, zugehörend zu einem isoliert dastehendem Hafenareal, abgeschnitten durch eine doppelspurige Zubringerstrasse zu den min. zehnmal im Tag aus- und einlaufenden Fähren. Die Passagiere werden am Pier mit Bussen abgefangen, und an der Stadt mit ihren Läden und Kaffees vorbei zum Teide und den Ausflugsrestaurants gelotst. Der Jachthafen, im selben Areal ansässig, Stadtnah, aber isoliert, teuer, und vernachlässigt gefällt uns gar nicht. Am 18. 03. fahren wir weiter Richtung La Gomera um Cabo Roja im Süden von Tenerife. Geplant war eine Nacht im neu mit EU Geldern gebauten Hafen San Miguel zu verbringen. Kurz nach Sonnenuntergang, erreichten wir die Einfahrt zum Hafen, und folgten den Bojen die um die felsigen Untiefen zu den vorläufig beiden einzigen Schwimmstegen die vereinzelt mit Booten belegt sind. Wie wir festmachen wollten kam der Marinero des Hafens im Schnellgang und verwies uns energisch, ja aggressiv des Hafens mit der Begründung der Hafen wäre voll, es habe keinen Platz für uns. Wir verstehen die Welt nicht mehr, der Hafen ist mehr als halbleer und man schickt uns mit hustendem Motor in die Nacht hinaus! Geht es euch zu gut ihr Touristenverwöhnten Kanarier, dass ihr das Gastrecht mit Füssen tretet?

Eine Stunde weiter fanden wir die Einfahrt in den Fischerhafen von Las Galletas von dem der Nautische Reiseführer berichtet, dass er chronisch überfüllt und für grosse Segelboote ohnehin zu klein wäre. Der Not gehorchend zwängten wir uns trotzdem hinein und ein anwesender Nachtwächter wies uns an, einfach an einem vor Anker liegenden Boot fest zu machen. Halleluja, San Miguel ist nicht die Kanarischen Inseln und es folgte eine erholsame Nacht mit vier darauf folgenden Tagen, die uns einmal mehr eine wertvolle Bekanntschaft mit einem vorübergehend gestrandeten Schweizer und seiner Lebenspartnerin bescherte. Hallo René und Viola!


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